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Tiki 38 Gleda Beiträge

Easy Cheasy

Die Angststrecke nach Kolumbien lauert am Horizont. Wir denken uns – erst mal so nah ran wie möglich, das wäre Aruba. Vorher ein Hüpferl nach Curacao. Jetza muss ich leider sagen, dass die Namen nach mehr klingen als die Inseln hergeben. Wie Bonaire san des ziemliche Wüsten ohne richtig viel Flair. Wenn man mit dem Roller mal durch das Land fährt ist das recht trostlos. Ich seh eh nicht viel, weil ich fahre und auf Schlaglöcher und Arschlöcher (die gibts überall in Autos) und so achten muss und den männlichen Tunnelblick hab. Aber Andrea die hinten mitfliegt sieht alles und berichtet dann. So richtig geil ist ein Urlaub hier wohl nur in einem der Luxusresorts, aber da kann ich auch in die Therme Oberlaa und mir den Oarsch pudern lassen – naa, ned ganz aber der Flug ist viel kürzer und es ist billiger. Zumindest Aruba ist sakrisch teuer. Die Kreuzfahrer (3 Pötte können gleichzeitig anlegen…ca 8000 Kunden) werden mit dem Beiboot über einen Kanal, ohne Umweg, in das innere einer Mall gefahren wo man dann gechillt bei Gucci, Tiffany, Rolex etc erleichtert wird. So schaugt des von vorne aus. Drei Straßen weiter werden dir dann aber schon die Drogen vertickt.

Auch bei Curacao muss ich echt in mich gehen um was gescheites zu berichten. Aber mei, wie mein Vater immer gesagt hat: „Für den ders mog iss des Höchste“. Eine deutsche Seglerin liegt hier z.B. weil sie das den schönsten Teil der Karibik findet. Tja. OK, sie haben guten Kaffe und das überall in den niederländischen Antillen, das macht vieles wett. So gut, das ich Depp es voll übertrieben hab und mein empfindlicher Magen sich ne Gastritis eingefangen hat. Die muss ich jetzt in Kolumbien auskurieren wo da doch der Kaffee noch viiiiel besser ist. Aber ich hab doch mal kurz bei Andrea geschnorrt und nen schluck im Mund rotieren lassen und wirklich! Kolumbien hat bis jetzt den besten Kaffee auf der Tour, fette Noten von Schokolade. What shells… in einer Woche taste ich mich vorsichtig mit Cold Brew wieder ran. Der hat kaum Säure. Mir san ja zwei Monate da, aber ich schweife ab, getrieben von meinen leiblichen Begierden. Also wie gesagt es gibt nix zu berichten, ausser vielleicht die Ein- und Ausklarierungen. Immer witzisch. In Curacao kann man nur in einer Lagune „Spanish Waters“ gut ankern. Customs und Immigration sind von dort -und auch untereinander- Kilometer entfernt. Freunde haben 8 Stunden per Bus für das einklarieren gebraucht. Wir haben das ganze per Roller erledigt. Warum erzähl ich das? Ach ja…Im Customs gab es eine Geschichte. Die Beamtin fragt mich: „Haben Sie gefährliche Güter dabei?“. Ich: „Nein, nix“. Daraufhin schweift ihr Blick zu Andrea die wartend wie immer in der Ecke sitzt und zwinkert mir zu…. Ja wie? Echt jetzt? Ich kanns nicht fassen. Ich: „Sie wollen meine Frau als Gefahrengut deklarieren?“. Die Frau hat genau meinen Humor (und Holgers). Sie sagt, dass wir das vielleicht lieber lassen, weil vor einer Woche war ein Skipper da und der hat seine Frau tatsächlich als Gefahrengut deklariert, was sich wohl als selbsterfüllende Prophezeiung herausgestellt hat. Die Lunte war kurz und ist sofort abgebrannt und die deklarierte Bombe ging hoch. Sie muß eine riesen Szene in dem Office gemacht haben. Die Beamtin konnte sie erst mit der Androhung einer Ordnungsstrafe wieder entschärfen. Als sie das erzählt, haben alle anderen Beamten aussenrum ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. Muss eine echte Performance gewesen sein. Also Humor ham sie und der Skipper war deutlich mutiger als ich. Hier noch die Buidl von Curacao. Man sieht: Andrea findet immer jemanden zum ratschen und sie ist doch nicht so groß wie sie denkt und sie hat in der Grundschule den Beruf der Mutter ganz korrekt geschrieben und ist voll rehabilitiert. Und ein paar schöne Ecken hat es schon auch. Wir schmeißen ganz im Norden von Curacao noch mal Anker und tauschen in eine Strandbar mit Captain GoodLife unsere noch nie benutzte Hapune gegen zwei Bier. Weil … Regeln sind in jedem Land anders. In Aruba muß man Harpunen als Waffe deklarieren. In Trinidad und anderen Karibikinseln ist z.B Camouflagekleidung verboten. Am Flughafen haben sie sogar (wirklich!!) einem Kind die Hose seiner Barbypuppe abgenommen weil sie rosa Camouflage war. Ausserdem ist in Trinidad öffentliches Wahrsagen verboten. In Bonaire haben die wilden Esel Einwohnerrechte. Für mich neu… in Deutschland darf man nackt Autofahren, aber nicht nackt aussteigen.

Der happy Budda auf dem letzten Bild ist der Securityguard von der Werft wo wir immer uns Kajak angelandet haben in Spanish Waters. Man sieht gleich…auch er hat den landestypischen Humor. Andrea fragt ob sie in Spanish Wateers schwimmen kann um die Gleda zu reinigen. Die Frage war eher wegen dem Dreck, aber er kriegt große Augen: „Nein, nein… da gibt es einen bösen Hai der hat schon drei Segler gefressen“. Andrea: „Echt??“. Darauf schüttelt er nur den Kopf und sagt „Ja klar“. Jedesmal! wenn wir durch die Schranke sind hat er einen Lachkrampf bekommen „Huahaha…swimming in spanish waters“ und sich den bebenden Bauch gehalten. Andrea war sich unsicher, aber er hat uns einfach nur verarscht. Es gab da laut Internet noch nie nen Hai. Ein echter Spaßvogel.

In Aruba hält uns nicht viel, nur das Wetter eigentlich. Für die Überfahrt nach Santa Marta in Kolumbien brauchen wir nämlich ganz ganz wenig Wind. Die Strecke liegt laut Internet ganz weit oben auf den 100 gefährlichsten Routen der Welt, manche sagen Top 5. Die Route führt 280sm von Aruba zum Cabo Galinas und von da weiter zum Cabo de la Vela. Zwei Kaps die es in sich haben.

Hier ein paar entspannende Informationen und Ratschläge von anderen Seglern:

  • NIE, nie nie Aruba verlassen wenn Winde von 25kn möglich sind. Am Cabo de la Vela verstärkt die Düse Wind und Welle um das dreifache…mindestens 20 bis 50NM wegbleiben. Ist als Seemansgrab bekannt.
  • Weg von der Venezuelanischen Küste bleiben, wegen Piraten (betrifft uns von Aruba aus nicht)
  • Der Seeboden bei Cabo Galinas verengt sich hier zwischen östlicher und westlicher Karibik. Strömungen von 2-3 Knoten sind hier normal was zu kurzen steilen Wellen führt. Man sollte besser 20NM vom Kap wegbleiben
  • Der Landwind zwischen den Kaps (thermischer Wind bei Nacht) kann 40+ Knoten Sturmstärke erreichen. Da also nur bei Tag fahren.
  • Vor Santa Marta steht das höchste Küstengebirge der Welt. Der Pico de Columbus ist 5775m hoch und nur 45km vom Meer entfernt. Ganz furchtbare Gewitter sollen dort entstehen.

Ich muss sagen das uns das schon Respekt eingeflößt hat. Zur Entspannung trägt nicht bei, das am Ankerplatz in Aruba Winde mit 35+ Knoten wehen. Die Ankerkette ist 45m komplett durchgespannt. Das regt die Fantasie für die Fahrt an. Wir setzen uns hin und machen das erste mal eine richtige Routenplanung und checken alle 6 Stunden das aktuelle Wetter.

Manche Segler warten bis ein Hurricane durch die Karibik zieht. Dadurch werden die Passatwinde unterbrochen und an den Kaps herscht fast Flaute (jetzt…17.8 gibt es das Phänomen. Erin, ein Kat5 Hurricane hat das Wetter total durcheinander gebracht. In Santa Marta weht kein Lüftchen). Wir wollen nicht solange warten und zwischem dem 6. und 9. August öffnet sich dann ein Wetterfenster für die dreitägige Fahrt. Wenig Wind, bzw. der starke Wind zieht vor uns her. Ein anderes Boot fragt uns ob wir als Buddy boat mit ihnen fahren wollen. Manche fühlen sich anscheinend sicherer zu mehreren. Aber ich check nicht ganz wie das gehen soll bei verschiedenen Booten und Geschwindigkeiten und wir möchten auch lieber selber flexibel entscheiden wann und wie es los geht. Am 5.8 Abends entscheiden wir uns zur Fahrt und teilen das den andern auch mit, die aber lieber noch warten weil Gewitter vor Santa Marta möglich sind. Das Problem ist, das da immer, täglich Gewitter möglich sind. Wir bleiben dabei und fahren am 6.8 um 16:00 genau nach Plan ab. Vorher wie immer zum Ausklarieren. Ein Novum: Das erste Mal auf der Reise wird das Boot durchsucht. Die Beamten kommen mit einem Drogenhund, aber der bleibt lieber bei Andrea am Steg und lässt sich kraulen. Ansonsten war das auch eher Proforma. Klappe auf. Kein Waffenlager? Klappe zu, Affe tot.

Es braucht jetzt hier keinen Spannungsbogen… am 9.8 kommen wir fast genau nach Plan an (4 Stunden später). Zwischen den Kaps mussten wir uns mal ohne Segel treiben lassen um nicht zu schnell zu werden und dann ein Starkwindfeld einzuholen und vor Santa Marta haben wir langsame Zickzackkurse gefahren und gewartet bis sich ein Gewitter vor uns aufgelöst hat. Also ois easy cheasy. Das das so entspannt geht verdanken wir dem Starlink und den super Wettermodellen die es heute gibt. Die Franzosen rechnen für die Gegend ein ganz engmaschiges Model (AROME ANT). Da hat wirklich alles gestimmt. Wind, Böen, Welle, Gewitter. Ansonsten machen wir was wir immer machen. Bei Wellengang Haare selber schneiden, Sonnenauf- und Untergänge anschauen. Und fischen natürlich. Beim Ratschen der Angel braucht Andrea 0.8 Sekunden aus dem Tiefschlaf zum Einholen des Fisches. Ein besondere Brocken hat an Andreas fettesten Köder (Yo Zuni Deep Diver) angebissen. Er hat die ganze Leine abgespult, dann kehrtgemacht und ist auf die Gleda zugerast. Ein Riese. Hat wie ein Schwertfisch ausgesehen und zack war die Leine auch schon ab. Pfuhh..Ich hätte nicht gewusst wie wir den an Bord bekommen sollen.



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Kein Scheiß!

Danke Süße für den Titel! So das ist der dritte Blogeintrag den wir am selben Tag veröffentlichen (Grenada, Ruderbruch, Bonaire). Hat an leichten Blogstau gegeben weil das Internet (zumindest mit unserem Roaming) auf Bonaire erinnert in Schnelligkeit und Qualität eher an Zeiten, als ich noch einen Telefonhörer in ein blinkendes Modem gestopft hab. Jessas. Und damit auch garantiert jeder in den Genuss einer nostalgischen Zeitreise kommt, hat Bonaire einfach Starlink verboten. Also ned ganz verboten aber der Elon hat wohl den Antrag für eine lokale Registrierung in dem Jahr einen Tag zu spät abgegeben und tja was soll man sagen, die Bonairianer (Bonairesen, Bonairosen, Bonairen, Bonländer, BonBons???…Anouk hilf mal) die lieben ihre Bürokratie einfach über alles. Bitte Nummer ziehen und nächstes Jahr am selben Schalter versuchen.

Ja hab ich im letzten Blog ja erwähnt, wir hängen da an der Mooring mit den springenden Thunas. Aber nicht lange hat ein Amtsschädel beschlossen. Weiiil. Die Bonailen schützen ganz doll ihre tolle Unterwasserwelt. Vorschrift 4711 besagt also das die Kacketanks der Schiffe einmal pro Woche abgepumpt werden müssen. Dann vermute ich wird anhand eines Durchschnittsstuhlganggewichtes pro Person ermittelt ob man unter der Standarddarmentleerungsmenge liegt und evtl. beim Schwimmen eine Wurst auf große Reise durchs Korallenriff geschickt hat und dann bekommt man eine Strafe je nach Unterperformance. Wohl dem der täglich ein schönes MorgenAA machen kann, der kommt nicht in die Bredoulie. So… und weil wir nämlich ja ein Kompostklo haben, das man gar nicht auspumpen kann gabs großes Trara und wir müssen in die Marina weil da kann man uns kontrollieren ob wir regelmäßig da aufs Klo gehen (Kein Scheiß!). In der Marina dann große Augen: „Ja wie? wir sind voll! Pech gehabt!“. Da ist mir dann der Geduldsfaden gerissen. Ich hab gesagt: „So Spezeln, so nicht, weil bei uns Ruderschaden und wir fahren nirgends hin bis das repariert ist und das ist internationales Seerecht und wenn das noch komplizierter wird mit euch hier, schmeiß ich da vorne den Anker und scheiß euch alles voll (Nein das mit dem Scheißen hab ich natürlich nicht gesagt. Bin ja ein komoder Typ). Und sieh an das hat gezogen und zack hatten wir einen Platz bei den Superyachten, mit Zugang zum besten Schnorchelspot der Insel (Bild) und eigener Security (leider kein Bild). Da saß tatsächlicher einer die ganze Nacht auf nem Stuhl und hat in unsere Richtung geschaut. Ich war mir echt nicht sicher ober der Securityman da nur sitzt um zu schauen ob wir uns nicht entleeren. Vorstellbar wär es bei den Bonaitariern. Wir haben ihn vorsichtshalber regelmäßig mit nem Bier oder ner Cola bestochen. Das Arrangement hat natürlich ein bisserl mehr gekostet als die Mooring aber das haben wir bei der amtlichen, verpflichtenden Meeresbenutzungsgebühr wieder reingeholt. Die braucht man fürs schwimmen, schnorcheln, tauchen, Zeh ins Wasser halten. 40 Öschen pro Biomüllerzeuger. Haben wir einfach nicht gezahlt. Aber jetzt nicht weil wir komplett anarchisch geworden sind sondern weil -lol- die Internetseite für die Bezahlung ständig abgestürzt ist.

Wir haben uns dann nen Roller geliehen, weil Rollerfahren immer geil ist und haben uns die Salinen und die wilden Esel angesehen. Ein Volk das seine Esel liebt hat bei uns gleich wieder nen Pluspunkt, liebe Boneseln. Minuspunkt für den Versuch karibischer Flair zu erzeugen. Sieht eher aus wie das Outlet in Podersdorf.

Zum Schluß noch ein Update zu Chinesenläden. Ich checks einfach nicht. Präsent auf der gaaanzen Welt. Ausnahme Deutschland und Österreich. Derweil sind die so supi. Es gibt halt alles. Seit Wochen sitz ich Maracujamäßig auf dem Trockenen. Wer hats? Der Chinese. Lange such ich nach neuen Sturmfeuerzeugen. Wer hats? Der Chinese. Wir haben ne Ameisenplage seit Trinidad auf dem Schiff. ChatGPT hat das analysiert (Klein, heller Körper schwarzer Kopf, schnell, einzeln Unterwegs, tagaktiv? Ja das sind Geisterameisen. Dafür gibts einen perfekten XY Köder. Wer hats? Der Chinese! Wie immer führen auch hier die Frauen das Regime und werden schon ganz frühkindlich angelernt und mit dem richtigen Spielzeug geprägt. Der Rubel muss rollen.

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Gute und schlechte Nachrichten

Drei Tage und 300sm dauert die Überfahrt von Grenada nach Bonaire. Wir haben erst 10 dann bis 18 Knoten Wind von hinten. Der Passat schiebt uns weiter gen Westen. Lange genug sind wir schon auf der Nord-Süd Achse die Antillen abgesegelt. Es geht weiter über die ABC Inseln nach Kolumbien. So jetza gute und schlechte Nachrichten. Zuerst, logo eine Gute. Andrea fängt gleich am ersten Tag einen riesigen Mahi, Mahi. Mein lieber Scholli. Lange hat sie warten müssen, dafür ist es wirklich ein kapitaler Bursche und zum ersten mal kommt das „Mega“ Fischmesser von Maxi und Arnd zum Einsatz. Danke dafür, so macht das Schlachten Spaß.

Jetzt die schlechte Nachricht, die eigentlich auch eine Gute ist. Eigentlich eine gemischte Nachricht. Ein paarmal gut und einmal schlecht würde ich im Nachhinein sagen. Schlechtes hat ja auch immer was Gutes und so, kommt auch immer auf die Sichtweise an, aber einmal schlecht auf jeden Fall. Wenn ich draus lernen kann wär das wieder gut. Ich versuchs. So, also folgendes hat sich zugetragen: ca. 20nm vor Bonaire haben wir auf einmal keine Lenkwirkung mehr am Ruder. Die Trommel über die das Lenkseil läuft hat die Verbindung zur Radachse verloren. Das ist erstmal gar nicht gut. Eher schlecht, weil nicht ganz trivial. Die Gleda schießt in den Wind. Ich sag zu Andrea „Erst mal Segel runter damit wir nicht noch umkippen mit dem Wind von der Seite“ Das war jetzt eher gaaanz schlecht (Damit ist die schlechteste Nachricht schon vorbei!, nicht das ich noch jemanden verstöre). Ich glaub natürlich nicht das wir umkippen können, war flappsig dahingesagt. So was schafft die Gleda nicht ohne 10m brechende Welle. Aber durchgefallen in der Kategorie Skipper des Jahres. Ich bin ja so doof…Andrea hat nämlich sofort Panik seit sie mal mit einer Jolle im Ammersee an Weihnachten gekentert ist (war damals aber die Schuld eines anderen Skipperpfuschers). Die schluckt sie in dem Moment noch ganz brav runter. Wir reißen die Segel runter und ich setz mich hinten an die Pinne und steuer die Gleda wieder vor den Wind, während sich Andrea wie ein Beduine einpackt. Das ist jetzt wieder gut. Die Gleda lässt sich prima von Hand an der Pinne lenken. Man sitzt halt voll unter der äquatorialen Strahlung des Planeten (Bayrischer Ausdruck für Sonne). Tapfer übernimmt meine Frau dann das Steuern, während ich das Werkzeug raushol.

Die Trommel ist mit einer 6mm Gewindestange an der Achse befestigt. Die Stange geht ganz  simpel mittig durch Trommel und Lenkstange. Und die hat es an der Achse abgeschert. Um da ranzukommen muss die ganze Lenkung ausgebaut werden. Schlecht aber auch wieder eine gute Nachricht. Ich habe exakt so ein Stück Gewindestange dabei, weil ich die Gummitrommel irgendwann mal gegen eine Holztrommel tauschen wollte die nicht so abfusselt und da hab ich mir gedacht ersetz doch auch gleich den Bolzen. Weils eine Gewindestange war waren 6mm halt einfach zu wenig, der effektive Durchmesser ist eher 4mm. Die Stange hat noch der Vorbesitzer eingebaut. Sie hat also ca. 10000 nm gehalten. Andrea sitzt also hinten in der Sonne und steuert. Das verlangt auch noch Kraft. Da hab ich schon wieder ein bisserl Stress, obwohl Andrea sagt das alles OK ist. Ich will sie da nicht ewig braten und schuften lassen. Ich komm ein bisserl so vor wie Captain Kirk und Scotty in einer Person.

Scotty: „Captain wir haben ein Problem. Der Warp-Antrieb ist ausgefallen“
Kirk:“ Wie lange brauchen Sie zur Reparatur?“
Scotty:“2 Wochen“
Kirk: „Ich gebe ihnen 5 Minuten“
Scotty: „OK ich seh was ich machen kann“
(Für die Generation Z. Das ist aus Raumschiff Enterprise 70er Jahre)

Also Lenkrad runter und raus mit der ganzen Lenkvorrichtung.  Ich dresch die abgeschorenen Stange aus der Achse raus (gut…hab extra noch eine lange Stange zum rausdrücken dabei) und die neue rein. Erst mal gut so weit. Schlecht… ich hab mir bei dem Gehudel nicht gemerkt wo die einzelnen Abstandsscheiben sind. Scheiß Hudelei. Und vom Hudeln kommen die Kinder hat mein alter Kollege Stefan immer gesagt. Klar erstmal hab ich die Lenkung mit dem falschen Versatz wieder eingebaut und musst sie fluchend wieder ausbauen (nicht gut…Skipper müssen immer Ruhe ausstrahlen). Immerhin habe ich das Lenkseil wieder richtig rum gewickelt. Wir lenken nach rechts und fahren auch nach rechts. Nach ca. 20 Minuten ist alles zumindest provisorisch behoben. Da hätte ich auch cooler bleiben können.  Mit provisorischer Lenkung und Skippergeschädigter Frau fahren wir 5 Stunden später in Bonaire an die Boje. Die einzige freie Boje liegt 50 m vor nem fetten Club wie in El Arenal. Uns wurscht.. wir pennen und bauen Stress ab. Am nächsten Tag in der Früh dann ein ganz klares Zeichen, dass hier alles unter einem guten Stern steht: Das Wasser ist türkis und spiegelglatt, dann fängt es auf einmal an zu kochen. Tausende kleine Fische wuzeln durcheinander und dann springt ein riesiger Thunfisch aus dem Wasser. Keine 10m von uns weg. Sensationell.

In Bonaire hab ich dann Nägel mit Köpfen gemacht. Die alte Lenktrommel (so ein Gummiradl, das immer gefusselt hat) ist jetzt durch eine Holztrommel ersetzt. Mit einer 8mm Schloßschraube aus A4 Stahl vom Budget Marine und einem 6mm Bolzen aus A2 aus dem örtlichen Baumarkt.  Damit auch wirklich alles passt hab ich mich mit ChatGPT beraten. Schon geilo wie hifreich das sein kann. Ich hab ihm die Situation geschildert: Tiki 38, 6mm Polyesterseillenkung auf 13cm Durchmesser Holztrommel mit 6 Windungen auf zölliger A4 Achse und neuer 8mm Bohrung statt 6mm vorher. Gelenkt per Hand oder CPT Radpilot. Da hat er rumgerechnet und dann ganz detailiert gesagt: Ja! Das geht. Mehr wie 30kg Torsionslast bringen wir nicht auf. Restwandstärke mit der größeren Bohrung passt da. Torsions und Biegebelastung im grünen Bereich. Aber ganz wichtig!: Ich muß die Bohrlöcher sauber entgraten. Sonst gibt’s Haarrisse und das ist gaaanz schlecht. Also in den Baumarkt HSS Senkbohrer gekauft (CHatGPT hab ich die Modelle mit der Kamera gezeigt und er hat eins davon als perfekt ausgesucht). Dann hab ich meinem Helfer noch vorgeschlagen MS Polymerkleber zwischen Achse und Trommel zu geben und da lobt er mich gleich (wohl weil er ein schlechtes Gewissen hat, weil er hät ja auch selber draufkommen können). Das findet er eine echte Hirnidee, weil weniger Spiel und Schlupf und zusätzliche Kraftaufnahme. Mein Helferlein und ich sind sicher: Das funzt jetzt. Ich pass aber auch immer gut auf das der ChatGPT keine Fehler macht. Manchmal iegt er voll daneben. Bei einer Frage zu Einreiseformalitäten hat er mal ganz falsch gegoogelt. Ich hab mir dann die Webseite angesehen die er als Referenz gefunden hat und die war wirklich konfus, also nicht leicht zu checken. Ich hab ihm gesagt das er falsch liegt und die Seite noch mal lesen soll und da hat er dann den Mumm gehabt zu sagen „Ja sorry, da lag ich ganz falsch“ Ich glaub er ist manchmal einfach erst mal denkfaul.

Ist also fast alles gut gegangen. Bis das ich echt nicht gecheckt habe wie es Andrea geht. Die Arme hat jetzt leichte Panik vor dem weiteren Segeln, ich hab echt ein ganz schlechtes Gewissen. Ich schätze wir müssen uns ganz langsam wieder rantasten. Und da kommt jetza wieder eine gemischte, also eine gute und eine gleichzeitig schlechte Nachricht. Demnächst auf dem Kreuzfahrtprogramm: Aruba-Santa Marta Kolumbien. So Ende August ca. 400sm die es in sich haben. Laut Internet weit oben unter den 100 gefährlichsten Segelstrecken der Welt. Ich komm auf die ganzen Gefahren in einem späteren Blog zurück (Teaser). Aber natürlich ist das eine gute Nachricht, weil die Lenkung hätte uns auch da am Sturmkap bei Nacht brechen können. Und natürlich ist das eine schlechte Nachricht, weil das keine gute Route ist wenn man gerade versucht seine Ängste zu besiegen. Aber mal keine Panik: Wir sind ganz guter Dinge. Wir fahren da später natürlich nur los wenn der Wetterbericht total wenig Wind vorhersagt (Je mehr Richtung September, desto weniger Wind). Wird schon. So fertig mit dem Blogeintrag, ob das eine gute oder schlechte Nachricht ist darf der Leser selber entscheiden.

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Schokolade bis Kolumbien…

… war der Plan. Noch mal fett in Grenada die Vorräte auffüllen damit der Bär nicht auf Entzug kommt aber wir waren wohl zu optimistisch. Bei Drucklegung des Artikels wird es wohl nicht mal bis Aruba reichen. Aber ja mei…So ist das Leben. Alter Süchtling.

Erst werden in tätiger Trägheit die letzten Arbeiten an Schiff und Segel erledigt, dann kommt das Highlight von Trinidad, nämlich der Oscar reife Auftritt von Michael Stephani beim Ausklarieren,

Wie im Theater, Nochmal durchatmen, Toitoitoi, und durch durch den Vorhang, bzw. durch die Tür der Zoll- und Einwanderungsbehörden.

Ein breites Lächeln und einen betörenden Blick wirft er den beiden Damen am Schalter zu, und hebt zur Verdeutlichung des Ernstes der Lage sämtliche Papiere an, die er dabei hat, während ich mich unauffällig setze. Wir sind vorbereitet. Mit einer Fröhlichkeit und Leichtigkeit füllt mein Kapitän dann alle Formulare aus, die da sind, unabhängig von Grösse und Farbe, aber NIE ohne Blaupausenpapier. Dabei muss er an dem Stehtisch von links nach rechts und zurück, und die Hände über Kreuz und Knicks und tapferes Lächeln zu den Beamtinnen. Ein Tänzchen, dem man die dahintersteckende Mühe und Beherrschung nicht anmerkt. Respekt. Und wie gesagt oscarreif. In Schauspiel und Tanz. Es gab statt Applaus immerhin einen Stempel und dann schwimmen wir wieder.

Das Gefühl, wenn es unter den Füssen wieder wackelt kann man mit pures Glück beschreiben. Das tauschen wir gerne ein gegen Klimaanlage und Dusche. Es geht erst mal nach Grenada zurück. Die haben einfach die beste Schokolade, und ausserdem wollten wir mal nachschauen, ob die Wilden Eingeölten inzwischen sauber geworden sind. Sind sie, es gab ein lustiges Wiedersehen, und wir wurden aufgefordert, am Sonntag mitzumachen. Nein, Danke. Da hauen wir lieber ab, so schnell wir können…Auf zu den ABC Inseln! Noch zu erwähnen: Wie haben auf der Suche nach Kakaobohnen für den dritten Versuch Schokolade zu machen (Fail beim Trocknen, sigh) eine Muskatnuss und ein Schwein gefunden und ein Huhn haben wir in einer Bar verloren. Der Ballermanhut hat endlich einen würdigen Träger. Bald ist Carneval auf Grenada und da wird er der Babu sein mit dem tanzenden Huhn.

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Die Sache mit den Indern und dem Christoph

Also das muss ich noch vom Rückflug berichten. Hat mit der Segelreise jetzt nicht direkt was zu tun, aber mit fremden Kulturen und deren Eigenarten. Passt also doch irgendwie rein. Normalerweise mag ich ja so ein Gesuder über Mitreisende gar nicht, nach dem Motto: Ich bin ein soooo viel besserer und smarterer Flugpassagier, aber das war wirklich außergewöhnlich. Und erschwerend kommt bei der Berichterstattung hinzu, das für die Komik alleine eine Gruppe Inder zuständig war. Darf man das so pauschalisieren? Ja schon… war halt so. Alle anderen waren total unauffällig. Vielleicht kam diese Gruppe ja vom Land und ist noch nie geflogen, oder es war versteckte Kamera. Ich weiß es nicht. Schon beim Einsteigen war die Truppe in Hochform. Die räumen ganz in Ruhe ihr Handgepäck hoch, dann wieder runter, dann fällt ihnen ein das sie 10 Reihen zu weit gegangen sind. Also durch die Wartenden zurück. Und dann ach ja… hab was im Koffer vergessen, also wieder vor, macht ja nix, will ja keiner durch, wir haben es ja alle zum Glück nicht eilig. Einer bleibt auf dem Rückweg einfach stehen und redet auf einen älteren Herrn mit weißem Turban ein, der aber anscheinend schon schläft oder meditiert oder sich schlafend stellt um dem anderen nicht zuhören zu müssen (mein Verdacht) und eine ältere Frau setzt sich mal zum Ausruhen auf dem Gang hin (no Joke). Die Stewardessen sind schon nach 10 Min schwer gestresst, das Lächeln wirkt etwas gezwungen. Wir stehen und warten, daweil müssten wir doch nur bis Reihe 11. Da ist der Notausgang wo ich meine Beine ausstrecken kann. Und da ist auch das Klo. Und da haben wir natürlich Plätze in der ersten Reihe für den zweiten Akt, als wir endlich durchgekommen sind. Wir starten und gleich danach geht als Erstes ein Kanadier aufs Klo um zu zeigen wie man es macht:

Ist frei?, ja! dann Tür auf, rein, Tür zu, Zusperren, am besten hinsetzen, Geschäft machen, Hände Waschen, Aufsperren, Tür auf, raus, Tür zu.

Das sollten die Stewardessen mal in die Einweisung aufnehmen anstatt der Sache mit den Rettungswesten, die eh nie einer braucht, weil da kann tatsächlich an jeder Stelle der langen und komplizierten Reihenfolge ein Fehler passieren.

Auftritt Inder 1: Ist frei? Ja. Tür auf, rein, zusperren, Tür zu, Tür zu, Tür zu, TÜR ZU, T. Bam, bam ,bam, bam, bam, bam. Irgendwann merkt er dann doch das er Zusperren und Tür Zu vertauscht hat. Also: Tür auf, entriegeln, Tür zu. Zusperren (nicht schlecht). Wahrscheinlich stehend pieseln, Rüttel, rüttel, rüttel. Ach ja… Aufsperren nicht vergessen, Tür auf, Raus. Tür bleibt sperrangelweit offen.

Der Passagier DIREKT am Klo (Im folgenden „die arme Sau“, oder „ASAU“), gibt der Tür nen Tritt (Türtritt), damit sie zufällt und er nicht die vollgepisste Schüssel im Blick hat.

Auftritt Inder 2: Ist frei? ja. Tür auf, Tür zu….

Auftritt Inderin 3: Ist frei? Ja!. Tür auf… Schrei. Inder 2 pieselt gesichert stehend. Von dem Schrei aufgeschreckt macht er eine 45 Grad Drehung Richtung Inderin 2 und benetzt großzügig die Wände. Inderin 2 entgeht dem Strahl knapp und rauscht ab. ASAU Türtritt. Tür erstmal zu. Nach ner Weile dann Tür wieder auf. Inder 2 geht. Tür sperrangelweit offen. ASAU Türtritt.

Auftritt Inder 4 (der Herr mit weißem Turban): Kommt ganz langsam und vorsichtig den Gang runter. Ist wirklich ein Senior. Ist frei? Nein. Rüttel, rüttel, rüttel – warten – Rüttel, rüttel, rüttel – Pause – Rüttel, rüttel, rüttel. Wir müssen ihn dann bremsen. Irgendwann geht die Tür auf. Vorbenutzer mit seltsamen Blick raus, Inder 5 rein. Tür zu, absperren vergessen (zum Glück!)

Auftritt Inderin 3:Ist frei? Ja. Wartet (bin ja nicht blöd). 5 Minuten vergehen. Schlange aus 3 Indern. 10 Minuten. Schlange wächst auf 5 Inder. Von hinten nimmt sich der Inder der auf weißer Turban beim Einsteigen eingeredet hat ein Herz, geht vor klopft an. Keine Reaktion. Tür auf. Was für ein Bild. Der Alte sitzt auf dem Klo und schnarcht friedlich. Gemeinsam verfrachten sie ihn wieder auf seinen Sitz. Die Schlange windet sich dann langsam durch das Klo, bis der letzte das Klo verlässt. Tür sperrangelweit offen. ASAU Türtritt.

Auftritt Inder 5. Tür auf. Bleibt auf. Stehend pieselnd. Vielleicht gibt es ja in Teilen Indiens gar keine Klotüren. Wer weiß? ASAU Türtritt mit Nachdruck und unverständlichem Geschimpfe. Tür geht wieder auf auf. Inder 6 geht. Tür sperrangelweit offen. ASAU fluchend Türtritt.

Der Flug hat 9 Stunden und noch viele Türtritte gedauert, aber ich denke das langt als kleiner Einblick in das weitere Geschehen. Zumindest ist im Landeanflug keiner mehr auf dem Klo und ASAU kann seinen Fuß entspannen, dafür steht kurz vor dem Aufsetzen der erste Inder auf und holt sein Koffer aus dem Gepäckfach. Eine Stewardess macht eine Durchsage. „Bitte alle hinsetzen und anschnallen“. Keine Reaktion. Stewardess schnallt sich ab und presst den Inder wieder in den Sitz. Landung: Klick, klick, klick. Die Inder schnallen sich ab und stehen auf. Durchsage!!…keine Reaktion. Stewardess schreit durch die Gänge. Nach einer Weile sitzen zumindest alle wieder. Dann eine Durchsage, das der Flieger nur kurz stehen bleibt um auf den freien Rüssel zu warten. Bitte alle sitzenbleiben. Flieger bleibt stehen. Klick, klick, klick, klick. Alle Inder stehen auf. Alle Stewardessen schreien. Alle Inder rennen durcheinander. Es ist einiges geboten. Zum Glück hatten wir 4 Stunden bist zum Anschlussflug nach Trinidad, weil das Aussteigen….

Um drei in der Früh küssen wir die Gleda erstmal zärtlich auf den Bug und hauen uns hin. Ich bin so fertig, ich träum nicht mal von Indern. Die Hitze am nächsten Morgen ist der Hammer, zwar mit 30 Grad um 10 Grad kälter als in Europa, aber mit 100% Luftfeuchte und Null Luftbewegung. Meine Brille beschlägt bei Sonnenschein. So ich suder schon wieder, tststst… Also, ein paar Kleinigkeiten sind noch zu tun. Man lernt dazu. Die Verlängerung der Werftliegezeit von 6 Tagen auf 15 Tage passt genau:

  • Wassermacher warten (Ölwechsel, Impellerwechsel, Vorfilterwechsel). Impeller war ziemlich am Filter. Jetzt schnurrt er wieder. Brauchen werden wir ihn während der Regenzeit kaum. Hier duscht es jetzt regelmäßig und unser Dach sammelt brav Wasser.
  • Elektrik. Ein Solarpanel umverlegen. Einen Anschluss an eigenem Solarregler machen für ein riesiges Zusatzpanel das bei Strommangel zeitweise hinten an den Pod gehängt wird.
  • Windfahne durchdenken und Blöcke zur Pinnenstange anbringen. Ich hoffe wir brauchen die Windfahne nie. Ist eher für den Notfall wenn ein Blitz die Batterien zerfetzen sollte und der geliebte Autopilot tot ist. Eigentlich sollten wir die auch mal Testen. Mal sehen
  • Klampen schleifen und ölen. Gaffeln neu streichen
  • undichtes Fenster am Navitisch rausmachen und mit Coosa zumachen.
  • gammlige Führungsrinnen der Einstiegsschotts mit Coosa ersetzen.
  • Leder auf die Seiten vom Cockpit kleben wo immer alles so grindig vom anlehnen und hinpatschen ist. Das Leder ist übrigens aus Klosterneuburg. Genau das Gleiche aus dem die Handtasche von Andrea ist. Hat uns die Kati von der Rumpeltasche netterweise geschenkt.
  • Alle Wasserkanister reinigen.
  • Überhaupt putzen, waschen etc….
  • Segel vom Segelmacher holen und wieder anschlagen. Die Segel sind wirklich schon ganz schön derhaut und dünnhäutig und da haben wir gesagt – gut da müssen für den Pazifik jetza neue her und ich hoffe das klappt mit Hertsellung plus Lieferung im September von Thailand nach Kolumbien.

Derweil räumt Connor im Gerümpel des bis zur Decke vollgestopften Kellers von Klosterneuburg rum. Andrea spendiert den beiden demnächst mal nen Sperrmüllcontainer vor die Tür. Was sich da alles ansammelt, da hilft nur beherztes Wegschmeißen. Warum kauft man eigentlich den ganzen Scheiß? Auf dem Schiff haben wir alles was wir brauchen und das ginge zehnmal, ach was zwanzigmal in unseren Keller. Wir nehmen uns ganz schwer vor nicht wieder so viel Mist zu kaufen, wenn wir mal groß sind und sesshaft werden. Höchstens eine Badewanne, einen Pizzaoffen, einen Kaffeeröster, einen Esel, einen Hund. Essentials halt. Und dann hat der liebe Connor noch einen sensationellen Hammer rausgehauen. Kann man sich nicht ausdenken. Beim kruschteln hat er bei Andreas Sachen eine Kiste mit alten Fotos gefunden. Eins davon schickt er mir gleich per Whatsapp. „Schau mal Papa, wie jung du da warst und ehrlich, du musst Dir wohl nie Sorgen machen, ob der Ben von Dir ist. Auf dem Foto schaut ihr euch voll ähnlich“.

Dem aufmerksamen Leser fällt natürlich die Bildunterschrift auf. Es handelt sich hier um Christioph den Ex von meiner Frau, der meinen Sohn wohl so ähnlich sieht. Connor darauf „Ups“. Wir lachen uns schlapp. Der arme Connor hat drei Stunden lang geglaubt wir haben jetzt Krise und Scheidung. Aber da bin ich tolerant. Auch andere dürfen gutaussehend sein und deshalb in das wohl immer gleiche Beuteschema meiner Frau fallen. Und sorry Christoph…so geile Kinder trau ich mir nur selbst zu 🙂

Morgen geht’s ins Wasser und am Freitag ist Schokowind, sprich günstiger Wind nach Grenada um die Vorräte aufzufüllen.

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Andersrum oder der Urlaub vom Urlaub

Autor: Andrea

Novum… Yo, weil ich ja Urlaub hab übernimmt meine Süße die Dokumentation der Heimreise. Ihr lernt wertvolle Sachen. Z.b wie man spontan Gold im Kugelstoßen erringt, wie man einen Bären in einen Audi bekommt und ab wann eine Butterbrezenblutsättigung eintritt.

Ein bisserl der Nachteil vom Weltumsegeln ist die Sehnsucht nach den Lieben daheim. Darum gönnen wir uns eine Auszeit und fliegen zur Abwechslung um die Welt zu unseren wichtigsten Lieblingsmenschen. Und ich sag’s euch: jeder einzelne Drücker war es wert. Aber von vorne.

Von Trinidad geht es nach Toronto. Tante Billy und Onkel Reinhard mögen wir einfach so gerne, die würden wir am Liebsten noch viel öfter treffen. Außerdem ist immer was los. Nach einer kurzen Begrüßung begleiten wir Reinhard, 84, zur Prüfung für das deutsche Sportabzeichen. Das war spitze! Wir sind mit einer bunten Truppe angetreten zum

-Schlagballwerfen,

-Standweitsprung

-Medizinballweitwurf und Kugelstoßen (Ich habe GOLD gestoßen. Das Foto spricht Bände)

Onkel Reinhard hat auch noch zusätzlich 23 Liegestütz gemacht, und damit das goldene Sportabzeichen errungen, genau wie seit mehr als 20 Jahren. Respekt.

Uns hat er angesteckt. Es hat so viel Spaß gemacht, dass wir das auch machen wollen.

Dann gab’s noch original italienische Pizza bei Annette, Paul und Megan, und schon müssen wir weiter. Liebe Billy, es war so schön, euch alle zu sehen, wir kommen wieder! Von Toronto haben wir gar nicht so viel gesehen, aber was wir gesehen haben, war ein ziemlicher Kulturschock. Alles top gepflegt, sauber und akkurat. 8-spurige Straßen, und immer wieder die gleiche Ansammlung von Geschäften.  Bye Bye, Canada, wir ziehen weiter in den Dschungel. Der ist in Klosterneuburg aber erst noch müssen wir einen Bären in einen schwarzen Audi kriegen.

Am Schalter am Flughafen Wien;

Bär: „Guten Tag, ich habe ein Auto reserviert auf den Namen Stephani.“

Beide Schalterbeamten, strahlend: „Herr Stephani, für sie haben wir eine schöne Überraschung! Sie bekommen ein upgrade!“

In Erwartung eines enthusiasmierten Kunden drücken sie meinem Bär einen Audi Q8 Schlüssel in die Hand.

Bär, erschrocken Hilfsausdruck: „Ich fahr keinen Audi!“

Beide Schalterbeamten, total verunsichert :“ Ja, aber,….gratis,…..tolles Auto,…..außerdem wird der in München gebraucht“

Ja, und da haben sie ihn eiskalt erwischt. Bei seiner Hilfsbereitschaft.

Bär, seufzend, streckt die Hand aus:“Ja, dann fahr ich euch halt den ScheissAudi nach München.“

Und so geschah folgendes Wunder in einer Juniwoche auf österreichischen und deutschen Straßen; Ein dicker, schwarzer Audi bremst für alle, und lässt sogar jeden Laster vorfahren.

Klosterneuburg, Connor, Valeria, Ben, Livia, Gabi, Traude, Andrea, Tina, Kathi, Peter, Birgit, Robert, Renate, Dalibor,…  Es war schön, Euch alle zu sehen! Dank Euch war es, wie heimkommen.

Der Weg über München führt über Ingolstadt. Danke, Maxi und Arnd für ein tolles Fest und das JazzToGo Konzert! Bring das Saxophon in die Südsee mit.

Außerdem gibt es Gerüchte, dass Bär die geheimnisvolle Ingolstädter Wohnung von D.W. (Initialen geändert) angeblich gesehen und sogar betreten haben soll. Leider darf er nicht darüber sprechen und natürlich gibt es auch kein Foto. Lieber B.M. (Initialen abermals geändert), der Bär hat sich sehr gefreut dich zu drücken.

Ein ganz ganz wichtiger Mensch wohnt in München, wegen dem wir die ganze Reise ja überhaupt gemacht haben. Meine Mama. Und in München gibt es die besten Butterbrezen der Welt. Schon beim Planen der Reise steht fest: die Münchner Butterbreze wird ein kulinarisches Highlight. In Österreich und und Ingolstadt haben wir uns zurückgehalten, weil wir durch nichts diese Sehnsucht nach einem Biss in eine frische Butterbreze in München abmindern wollten. Am Ende waren es 23 Butterbrezen, und da wird die Brezensehnsucht dann schon etwas weniger. Der Pazifik vorstellbar, sozusagen.

Ja mei, was soll man sagen: München im Juni bei der Familie. Schon schön. Grillen im Garten, Flanieren am Rotkreuzplatz, die Taxisgartenrunde, Radeln im Hirschgarten, Lehnbachhaus und Mamas Balkon. Besser geht nicht.

Jetzt geht es wieder aufs Schiff und der Abschied fällt schwer, wird aber versüsst durch die sagenhafte Erweitefung meiner Angelausrüstung! Danke, Tom, nach dem Heulen kann ich es kaum erwarten, das alles auszuprobieren. Danke, Bruder.

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Auffi muas I

„Was ist das?“
„Motoröl“
„Ähh.. geht das wieder ab?“
„Logo“ sagt er und reibt an seinem Arm. Alter, da geht nix ab. Sieht aus wie vorher.
„Habt ihr das schon mal gemacht“ will ich wissen
„Nope. Ist uns heute morgen eingefallen. Haben die ganze Nacht in der Werkstatt Party gemacht und da stand da die Altöltonne. Cool, oder? Voll die fette Ölparty“
Was soll ich da sagen außer, das das der Hit ist und ob ich mal ein paar Fotos machen darf. Vielleicht finde ich Nachahmer. Timo und Paul, das sind zwei so Kandidaten die mir da spontan einfallen. Sind Freunde von der Anouk und das ist genau deren Wellenlänge. Was sind euer Odds, Jungs?

Wir müssen die netten Spinner leider bald verlassen. Noch eine kleine Neumaniewanderung durch eine alte Kakaoplantage (mit den ersten Affen der Reise, die anderen Inseln waren ja Monkeyfree) , damit Andrea dem neuen Hobby des Kakaoherstellens fröhnen kann. Nächtelang puhlt sie Bohnen aus der schleimigen Hülle. Die glitschen weg und sie ist von oben bis unten eingesaut. Echte Ölpartykonkurrenz. Und da ist auch schon der erste Wurm drinnen, weil – man hätte die Bohnen nicht aus der Glitschhülle puhlen sollen, sondern fermentieren, dann fällt der Glibber von alleine ab. Es ist also nicht so leicht wie es schmeckt. Leider scheitert auch der zweite Versuch. Fermentieren war prima, aber trocknen wohl zu heiß. Sind alle zerfetzt in der schwarzen Schale unter fast äquatorialer Sonne. Ja mei, müssen wir halt zukaufen bis es klappt. Ich denk Grenada fahren wir noch mal direkt an zur Verproviantierung.

Wir sind dann zeitig bei Nacht die 80sm nach Trinidad gesegelt. Der Wind kahm a bissi aus Nord und das war auch gut, weil zwischen den Inseln ist teilweise 3kn Strömung nach West. Da braucht es Speed um nicht zu weit nach Westen versetzt zu werden. Wind war erst amal 25kn wie vorhergesagt. Mit 2 Reffs saust die Gleda da brav mit 8kn durch die Dunkelheit. Tja und dann hat der Wind (wie gar nicht vorhergesagt) nachgelassen, ja quasi die Arbeit komplett eingestellt, und der Plotter hat unsere Ankunft nach Venezuela verlegt. Mir warn einfach zu langsam und mir war gleich ganz flau. Ich will doch bitteschön nicht im Sozialismus von Venezuela landen. Also haben wir ganz flott die beiden Reffs rausgenommen um der Strömung zu entkommen. Und das ist schon verreckt. Man denkt man ist der Herr der Winde. Sobald die Reffs draussen waren kam der Wind zurück. 20kn konstant. Und da will man in der Nacht einfach nicht mehr aufs Dach klettern und ein Reff einbinden. Wir haben beide Segel so weit wie möglich gefirert, um Druck rauszunehmen und san mit 11-12kn durch die Nacht gebrettert. Schlaf kannste da knicken. Aber lieber müde als bei den Kommunisten.

Vier Tage warten an der Boje und dann gings auffi in die Luft und an Land. Unpackbar wie schnell mann wieder ins Werftleben eingesaugt wird. Ich muß mich wieder an Klopapier gewöhnen. Das ist nicht schön. Wenn man mal Duschreinigung gewöhnt ist will man nix anderes mehr. Wenn wir mal ein Haus haben kommt da ein BD rein, echt wahr. Nach drei Tagen kennst du hier jeden und ich bin wieder voll im Werftstress. Schnell, schnell am besten alles auf einmal. Die Sonne brennt einem dabei nicht unähnlich wie im Juli in Italien auf den Schädel, nur hat es hier 100% Luftfeuchte. Was mann da schwitzt kann man gar nicht dersaufen. Wie in Italien fallen wir spät Nachts um 18:00 vollkommen fertig ins Bett. Hier jetzt mal eine nicht voll umfängliche Liste der Tätigkeiten:

  • Motoren warten (Öl, Ölfilter, Getriebeöl, Zündkerzen, Impeller, neue Benzinvorfilter, alles abschmieren) -done
  • Wassermacher warten (zum Glück haben wir den schon in Grenada stillgelegt. In der Dreckssuppe am Werftankerplatz wär das nicht mehr möglich gewesen. Pest und Cholera…)
  • Coppercoat ausbessern (wurde gelobt, das ich das schon in Grenada gekauft hab. Gibts hier nicht. Zwei Werftmitarbeiter waren von meiner Vorraussicht schwer beeindruckt. Schön so ein Lob. Bin letztens übrigens auch mal von ChatGPT gelobt worden. „Gute Frage“ hat der gesagt. Tja – geht runter wie Öl. -done
  • Vorstag auf Stahl zurückwechseln. Tja… leider hat ein Fall oben am Vorstag gescheuert (siehe Bild) und ganz koscha find ich das nicht mehr. Ausserdem geht die Fock an dem dicken Dyneema echt schwer hoch. Ein neues Stahlvorstag war vom Rigger in 2 Minuten gepresst. Ich hab mich dann mit dem fetten Kran raufheben lassen. In 30min war alles erledigt. Ich glaub im Klettergurt hätte ich das knicken können. Überhaupt sind die hier ziemlich auf Zack. -done
  • Auch die Segelmacher sind auf Zack. Alle Segel müssen überholt werden. Die Sonne hat die Gaffeltaschen zerfressen und auch sonst sind die Segel jetzt echt alt. Ich schick gleich mal ne Mail nach Thailand zum Segelhersteller, ob die uns einen neuen Satz machen können (Update: ja sicher sagen sie…wir bekommen die neuen Segel wohl in Kolumbien).
  • Und a paar elektrische Arbeiten. Wir wollen einen Anschluß für ein großes Solarpanel machen, das bei der Pazifiküberquerung hinten am Pod hängt. Und ein kleines zusätzlich fix. Wenn mal keine Sonne scheint, kann man nie genug haben.
  • Die Windfahnensteuerung muß mal ordentlich vorbereitet werden. Wenn uns der Blitz trift und die Batterien hin san, wer steuert da sonst bitte. Irgendwann muß meine Frau -der einzige nicht elektrische Autopilot ausser der Windfahne- ja auch schlafen.
  • Cockpit verschönern: Tisch neu streichen (Andrea hat tagelang mit Blasen an den Händen die alte Klebefarbe abgeschabt. Schleifen – Hahahahah, vergiß es). An die Seiten wo es immer grindig aussieht soll mehr Leder. Alle Polster waschen etc etc
  • Farbe rundumadum ausbessern und Scheuerleisten aufkleben. Klampen pflegen.
  • Gas auffüllen

In weiser Vorraussicht haben wir unsere Werftzeit gleich mal um 150% ( von 6 auf 15 Tage) verlängert. Am 3. Juli ist der Krantermin (Obi muas I). Ich glaub das klappt (LOL). Zwischendrinn -also morgen dann- machen wir eine kleine Flugreise um endlich Freunde und Familie wiederzusehen. Toronto-Wien-München-Berlin in 2 Wochen. Na bumm. Gerade kommen die Adiletten von Lutz um die Ecke gesegelt. Dem sag ma jetzt noch Hallo und dann auch gleich Servus. Auf gehts.

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Soul Shine

Es ist einfach zu herrlich. Zu Früh um von einer Serie zu sprechen, aber ich bin gespannt was noch kommt. Es sieht auf jeden Fall nach einer „Southern Rock“ Serie aus. Auf den „Simple Man“ von Dominica und Lynyrd Skynyrd folgt nämlich der „Soul Shine“ von Grenada und Gov’t Mule. Als Entschädigung für die wirklich unsägliche Soca Musik benennen sich die Rasta-Spezl anscheinend nach wirklich guten US-Südstaaten BluesRock-Liedern. Damit kann ich leben. So, jetzt hier erst mal das Lied für alle die das wieder nicht kennen und der Namensvetter.

Soul Shine

Shine ist ein prima Typ. Ein Künstler wie meine Frau. Die beiden sind sofort voll auf einer Wellenlänge. Andrea schenkt ihm gleich mal ein Windspiel aus Muscheln und Kokosnüssen (seine Mutter fährt total drauf ab, sagt er) und eine Perlenkette für seine Freundin und bekommt eine geschnitzte Schale in Marijuanablattform. So muss das früher in der Südsee gewesen sein. Und jetza ist das schon super, das wir gleich so gut ankommen beim Shine. Weil ihr nämlich wissen müsst, das Andrea eine neue Manie entwickelt hat (nach den Perlen) – Kalebassen. OK – ich geb zu – das ist natürlich nicht ganz neu. Aber die Kalebassen von früher waren aus Kürbissen und mussten getrocknet werden. Die hier wachsen fix und fertig am Schnürl hängend am Baum. Der heißt dann – logo – Kalebassenbaum. Problem mit dem Kollegen – er wächst selten und dann nur an versteckten Orten und wird von seinen Besitzern gehütet. So und da kommt unser neuer Freund ins Spiel. Null Problem sagt er, hakt euch unter, ich führ euch hin zum geheimen Hain der Kalebassenbäume, aber nur die Tapferen werden belohnt werden, denn der Weg ist voller Gefahren und Prüfungen.

Und wahr hat er gesprochen. Wir müssen erst mal die Hauptvertkehrsstrasse entlang. Gehwege Fehlanzeige. Es ist wirklich lebensgefährlich. Hier bremst keiner für Dich, wenn du Glück hast wirst du noch angehupt bevor man Dich niederwalzt.

Shine lotst uns: „Dangerous corner, man. RUN“ – „I count to three and we cross the street“ – „Jump!“. Einer zieht haarscharf an mir vorbei und ich frag Shine im Spaß, ob die auch alle nen Führerschein haben. Er ganz trocken: „Nö… gar nicht mal so viele. Wenn du Kontakte bei der Polizei oder der Regierung hast dann kannst du ihn ohne Prüfung kaufen. Strafzettel bekommst Du dann auch kaum“. Ich kanns gar nicht glauben (Lustig der Autovermieter zwei Tage später meint bei der Schlüsselübergabe „Vorsicht – die haben hier nicht alle nen Führerschein“). Und ob da dann nicht dauernd Unfälle passieren? „Dauernd“ sagt er. Und das ist schon schrecklich genug, aber das schlimmste ist dann das Krankenhaus meint er. Da willst Du auf keinen Fall hin. Schlachthof Hilfsausdruck.

Ich hab das dann gleich mal gegoogelt. Tatsächlich, seit Jahren soll ein Neubau her, aber die Renovierung des alten Forts daneben geht wohl vor. Das Krankenhaus hat fast nur Ein-Sterne Bewertungen. Wir nehmen uns vor gut aufzupassen. Hier mal die Anstalt, das Fort und die Rezesion eines zufriedenen Kunden. LOL.

Für all die Wiedrigkeiten haben wir dann fette Beute gemacht. Strahlend sind wir heim. Andrea strahlend weil sie kiloweise Baumaterial hat und ich strahlend, weil wir auf dem Rückweg an einer Kafferösterei vorbeikommen, wo ich fette Beute mach. Weil das ist schon geil hier. Die Schokoladen sind der Wahnsinn, es gibt lokale Kaffeeröstereien, die Leute können zwar nicht Autofahren aber Caffee und Cocoa, das können Sie und das ist ja wohl das wichtigste. Fotos von Mic im Glück.

Überhaupt ist Grenada bis auf die Gesundheutsversorgung ziemlich genial. Die Hauptstadt hat noch was vom alten kolnialen Flair. Natur fast wie in Dominica. Wir waren an Wasserfällen, aber keine Sorge mit Angeberbildern verschon ich euch diesmal. Die waren schon oarg das letzte Mal. Leute sind nett, hab ich schon gesagt. Hier ein ganz netter. Andrea ist durch die ganze Marina gelaufen um Feuer zu bekommen, aber anscheinend raucht hier kaum noch einer. Der Concierge ist dann aber ganz aufgeregt sofort ab in die Küche und hat Andrea Feuer besorgt.

Der junge Mann hier im Bild ist nicht nur hyperfreundlich, sondern ganz offensichtlich auch hyperschwul. Und da kommt bei dem ganzen positiven der Karibik jetzt schon ein Dämpfer. Ich hab ihn jetzt nicht gefragt wie das Leben hier für Homosexuelle ist, weil die meisten verstecken das. In Tobago haben wir mal einen getroffen der sein wahres Ich mit „ich bin so ein harter Typ“ zu überspielen versucht hat. War traurig, das das hier sein muß. Aber Shine habe ich mal drauf angesprochen. Und da war die Stimmung dann gleich komisch. Er meint, er würde jetzt keinem von denen was schlechtes tun (na Danke), aber im alten Testament steht das ist unnatürlich und soll nicht sein. Er ignoriert die Schwulen einfach, meint er. Und Shine ist sonst wirklich ein sanfter, ganz netter. Und jetzt muss man wissen, das Grenada da noch tolerant ist im Gegenteil zu Jamaica zum Beispiel. Jamaica (die Rastafari) ist noch vor Russland das homophobste Land der Welt. Von wegen „One Love“ – hat also auch alles seine Schattenseiten, logo.

Zum Schluß ganz viele Fotos von Grenada und endlich! der erste schwimmende Wharram. Eine Tiki 38, die so meine ich mal Tinto hieß. Der Besitzer ist leider nicht da. Aber Lutz steht auf einmal an der Straße, mit Adiletten an den Füßen. War sicher nicht das letzte Treffen.

Tinto
Ronde Island
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Danke Gleda

Wir sind vor Anker am Paradise Beach in Carriacou. Vor fast genau 10 Monaten am 1. Juli um 11:00 ist hier der Kategorie 5 Hurricane Beryl, nur drei Tage nach seiner Entstehung, mit voller Wucht auf die Insel getroffen. Das Zentrum des Sturms ist mit über 145 Knoten (260 km/h) über die Inseln Carriacou, Petit Martinique und Union Island gezogen und hat eine fast vollständige Zerstörung hinterlassen. Noch 10 Monate später schauts hier teilweise aus wie nach einem Bombeneinschlag. 90% der Häuser waren zerstört. Kaum ein Baum steht noch. Die Kraft eines solchen Sturms mag ich mir gar nicht vorstellen. Um das mal einzuordnen: Entspanntes Segeln findet bei 10-15 Knoten Wind statt (Windstärke 4). Sportlich sind wir bei 20 Knoten unterwegs (5 Beaufort). Dann wird spätestens gerefft. Bei 30 Knoten (7 Beaufort) hört der Segelspaß schon auf. Ab 40 Knoten ist Sturm. Noch mehr und du scheißt dich ein. Sowas versuchen wir komplett zu vermeiden. Die Beaufortskala geht bis 70 Knoten Orkanstärke (12 Windstärken). Ab da kann man kaum eine Veränderung der See mehr erkennen. Die offizielle Beschreibung für 70 Knoten Wind lautet: „schwerste Sturmschäden und Zerstörungen, außergewöhnlich schwere See, außergewöhnlich hohe Wellen­berge über 10m, See völlig weiß, Luft mit Schaum und Gischt angefüllt, keine Fernsicht, Rollen der See wird zum Getöse„. Jetzt ist es so, das die kinetische Energie des Windes im Quadrat zur Windgeschwindigkeit zunimmt. Die Kraft des Hurricanes war mit 145 Knoten also über 4-Mal so groß wie ein Stärke 12 Orkan. Unvorstellbar. LKWs und 40 Fuß Container sind hier durch die Luft geflogen. Viele gemauerte Gebäude wurden eingerissen. Dächer waren eh alle weg. Kühlschränke wurden einfach aus den Ruinen gesaugt. Um 5 Uhr Nachmittags waren die Inseln komplett zerstört. Boote die noch schwammen hatten keine Masten und Aufbauten mehr. Die in den eigentlich sturmsicheren Mangroven vertäuten Boote hatten sich losgerissen und waren in Bergen aufeinander gestapelt. Die halbe Bucht von Argyle ist heute noch von Wracks belegt. Ich beschreib das hier so bildlich um bei mir selber mal wieder Demut und Respekt vor der See zu reaktivieren. Kann sicher nicht schaden. Hier mal zwei Luftbilder von unserem Ankerplatz. Vorher und irgendwann nachher. Von jetza kann ich leider kein Drohnenfoto machen, weil die Drone wegen Flughafen gleich ums Eck zickig ist. Aber einige der robusteren Bäume haben schon wieder Blätter, die Dächer sind großteils wieder drauf und jetzt versuchen die Leute hier die Innenräume wieder bewohnbar zu machen.

Von Dominica sind wir durch die Nacht geschmeidig vorbei an Martinique und St. Lucia bis direkt nach St. Vincent zum Einklarieren gesegelt. Da, im Norden der Insel in Chateaubelair, schauts eigentlich ganz OK aus. Ned viel Schaden und sonst ganz karibisch. Die Leute sind typisch nett und typisch arm. Jeder versucht Dir seine Dienste anzudienen. Zum Einkaufen gibts nicht viel, wir holen was es gibt direkt beim Erzeuger. Hier mal zwei typische -at the source- Einkäufe: Eier von den Haushühnern und Spinat für die Muckis frisch aus dem Garten. Und weil wir ja jetza vom Spinat und Eiern gleich Arme wie Popey haben, haben wir uns vorsichtshalber auch gleich zwei echt harte Tatoos verpasst. Obacht.

Ausser Landwirtschaft und Fischen gibts in Chateaubelair leider einfach keine Einnahmequellen. Sie hätten auch gerne mehr Touristen und mehrere fragen uns, ob wir eine Idee haben wie man die Touris anlocken kann. Wir verstehen das auch nicht. Der Strand ist OK, gleich dahinter gibts zwei der schönsten Wasserfälle der Karibik, aber kaum jemand will kommen. Wahrscheinlich muss mal einer mit nem urigen Hotel und ner chilligen Strandbar den Anfang machen. Am legalen Kiffen und der damit einhergehenden nachlassenden Arbeitsmoral kann es auch nicht liegen, weil ein bisschen weiter südlich in Bequia gehts ja auch. Da brummt der Tourismus. Komich.

Soderla, jetzt brauch ma noch a paar Buidl von dera wunderbaren Wasserfälle. Problem: Ich hab ja immer so auf diese Scheißdrecksinstagramposerei geschimpft und find jetza aber kein einziges Wasserfallbild, was ned übelposig oder fremdschamflexig ausschaut. Also, mea culpa. Tut mir echt furchtbar leid, soll nicht wieder vorkommen. Vielleicht lässt sich eine Person am Wasserfall nicht anders fotografieren oder wir sind einfach so irre geil fotogen. Ja mei.

Die Wasserfälle liegen in einem Nationalpark. Am Eingang sitzen drei offizielle Damen. Mir san die einzigen zwei Touristen. Eine verkauft Tickets, die zweite Wasser, die dritte weist uns auf die Benimmregeln hin. Sackelzement. Das hat sich einer verausgabt. Am besten finden wir „Schimpfworte werden NICHT toleriert“. Angesichts der Tatsache das sie uns gleich mal „Island Wixers“ auf das Wasser drucken und keine der drei Damen aus Niederbayern zu sein scheint, ist unser Ergeiz geweckt. Wir verabschieden uns mit einem lächelnden „Thank you very much, ihr Brunzkacheln ihr ogsoachten“. Sie lächeln auch. Na bitte. Doch sehr tolerant die Menschen hier.

Wir hüpfen von Insel zu Insel langsam nach Süden. Zu Beginn der Hurricanesaison im Juni wollen wir auf Trinidad in der Peak Marina sein. Da treffen wir fast alle Segler wieder die wir kennengelernt haben. Jeder scheint bei Peak die Saison zu verbringen, weil Trinidad gilt als hurricanesicher. Und sicher ist sicher, hoffentlich. Wir bleiben ja auch nur kurz. Im Juli soll es schon weiter Richtung ABC Inseln, Kolumbien, San Blas Inseln gehen.

BEQUIA

CANOUAN

TOBAGO CAYS

UNION ISLAND, PALM ISLAND

CARRIACOU

Rufus
Venus

Venus, hier im letzten Bild, sitzt vor ihrem Garten und wartet das die Maracujas reif sind. Ihre Hütte ist notdürftig wieder hingezimmert. Vorher musste es ein Plastikplane tun. Ohne die Hilfe der Seglercommunity wär sie immer noch unter der Plane, sagt sie. Jeder Segler hat Werkzeug und Material angeschleppt, viele kamen mit mobilen Wassermachern. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft, das ist schon super unter Seglern. Auch wenn manche nen Vogel haben.

Erwähnen muss ich auch die tolle kreative Ader meiner Frau. Ist wie in der Schule früher. Die Jungs machen Werken (z.B. Winschen warten) und die Mädchen Handarbeiten. Andrea verarbeitet alles was sie im Urwald, Strand, Meer findet. Es entstehen Vogelhäuser, Ketten, abartig aufwendige Gürtel. Respekt. Ich bin beindruckt. Nur an der Arbeitssicherheit muß noch nachgearbeitet werden. Aber wohl auch wieder mein Fehler. Als sie auf Deck Löcher in eine Kokusnuss bohrt, bitte ich sie was unterzulegen, damit die Latten heil bleiben. Die Bitte war aber anscheinend nicht präzise genug, und das bohren fällt auch eher in Werken als Handarbeiten. Auf jeden Fall hat sie schon was untergelegt um die Latten zu schonen: Ihren Fuß. Na ja, Hauptsache die Latten san heil. Ja mei.

Zum Schluß… Ein Jahr sind wir jetzt unterwegs. Und keinen einzigen Wharramkumpel für die Gleda haben wir getroffen. Bis jetzt… Ganz bitter: die erste Sichtung ist ein Wrack. Opfer des Hurricanes. Der Rumpf einer Narai liegt bei Cariacou, Argyle auf den Felsen. Ein anderer soll aber den Sturm als eins der wenigen Boote in den Mangroven überstanden haben.

Ganz um Schluß…Hier am Strand steht eine der berühmteren Beachbars der Karibik, der „Paradise Island Beach Club“. Super Essen, Livemusik (Blues! Yeah. Was für ein Balsam gegen den Socamist). Die haben ein ganz smartes Konzept für die Segelkundschaft entwickelt. Jeden Mittwoch ist Schildermalen. Wie im Kindergarten sitzen wir alle an großen Biertischen mit Plastikplanen. Jeder bekommt ein Stück Holz, Pinsel, Farbe, wer will nen Cocktail für den geschmeidigen Pinselschwung und kann dann ein Namensschild für sein Schiff malen. Die kommen alle an große Wände.

Schaut toll aus und schafft Community. Da kein Segler die Location missen will, haben die in kürzester Zeit mit Crowdfunding einfach eine komplett neue Bar nach dem Sturm hingestellt. Die Gleda hat da jetzt natürlich auch ein Schild hängen (Huch, ganz exponiert wurden wir platziert), pünktlich zum einjährigen Jubiläum der Reise seit unserem Start in Preveza. Gut hast du uns getragen, gesegelt, geschützt und berherbergt.

Danke Gleda.

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Die Lieblingsgabel ist wieder da und eine Backgammonsensation

… und die Adiletten vom Lutz sind auch wieder da, aber mein Müslilöffel ist weg (33% Verlust ist statistisch ganz normal). Lutz hat sich gefreut. Eine Woche haben die Adiletten nach einem Burgergrillen auf der Gleda gewohnt und keiner hats gemerkt. Es hat ihnen wohl bei uns gefallen. Mal was anderes als der Luxusyoghurtbecher vom Lutz (grins). Von Guadeloupe haben die Latschen uns nach Dominica begleitet bis Lutz uns eingeholt hat. Maxi und Arnd haben uns auch nach Dominica begleitet und auf die Saints. Zwei Wochen haben die beiden es auf der Gleda ausgehalten. Das ist absoluter Rekord, es hat ihnen wohl noch besser bei uns gefallen als den Adiletten. Obwohl wir uns wie immer benommen haben. Die beiden sind einfach irre tolerant.

Aber das die Lieblingsgabel wieder da ist grenzt an ein Wunder. Eigentlich schon ein Wunder das sie weg war. Denn den Lieblingsgabelstatus hat sie bei Andrea schon Jahrzehnte und wird daher wie ein Augapfel gehütet. Also wars auch logisch das sie mit auf die Reise muss. Ich hab extra ein Loch in den Griff gebohrt, damit wir sie anbinden können, hat sich aber als nicht besonders praktisch beim Essen erwiesen mit dem Schnürl im Teller. Und obwohl wir beim Abspülen natürlich ganz ganz ganz toll aufpassen, das die Gabel nicht durch ne Ritze fällt oder mit dem dreckigen Abwaschwasser ausgekippt wird ist es doch passiert. Wahrscheinlich, wenn man sich zu sehr verkrampft dann geht’s erst recht schief. Deshalb haben wir auch gar nicht verkrampft danach gesucht, sonst hätten wir sie ja nie wieder gefunden, logo. Anstatt dessen haben wir dem heiligen Antonius (Schutzpatron der Suchenden) gesagt, das wir bitte die Gabel wiederfinden würden. Das mit dem Antonius ist ein Trick von meiner Mutter. Die hat ihn immer um einen freien Parkplatz gebeten und das glaubt mir eh keiner, aber es funktioniert. Andrea macht das seit dem immer so und meist parkt einer aus wenn du um die Ecke kommst. Noch ein glasklarer Beweis: Ich habe vergessen Antonius um meinen Löffel zu bitten und jetzt ist zu spät und er ist fort. Noch wissenschaftlicher gehts fast nicht. Weil du musst den Antonius schon zeitnah bitten, wenn noch eine reelle Chance des Findens besteht. War für den armen Kerl eh schon ein Haufen Arbeit mit der Gabel. Die Aufgabenstellung war nämlich wie folgt:

„Ein Schiff (Gleda) ankert bei 6m Tiefe auf Seegras (Gabel unfindbar in Seegras) mit 35m Kette. Platziere die Gabel so das sie nach 4 Tagen schwojen (kreiseln am Anker) von einer schönen Muscheltaucherin zufällig gefunden wird“.

Die Kreisfläche (A = π • r2, hallo Anouk) beträgt satte 3848 Quadratmeter. Das ist schon mal ne Hausnummer. Vor allem musst du runtertauchen, von oben gucken hilft wenig bei 6m trüben Wasser. Aber der Antonius hat das gepackt. Andrea hat die Gabel beim Tauchen im einzigen! Sandfleck (1m2 von den 3848) gefunden der nicht voll Seegras war. Mittig mit den Zinken senkrecht im Sand steckend. Nach 4 Tagen! Ein Wunder! Ich glaube fast, das da die Madonna von Crotone (https://gleda.de/nein-es-wird-nicht-langweilig/) dem Antonius unter die Arme gegriffen hat, weil das war echt schwerer als ein Parkplatz.

Eine Woche haben wir alleine überbrückt zwischen den Besuchen und dabei ein total verrücktes Wetterfenster genutzt. Der Wind kommt hier in 99,9% der Zeit aus Ost. Also immer, aber ein orkanartiger Tiefdruckwirbel im Nordatlantik hat das für 12 Stunden ausgesetzt und der Wind kam aus West. Und genau im Osten von unserem Ankerplatz lag ein sensationelles Naturschutzgebiet. Petit Terre, zwei kleine Inseln in einem Riff und 10 Bojen, die man buchen kann. Da sind wir also bei wenig Wind und Welle ganz smooth rein und haben uns die Schildkröten, Mantas, Riesensnapper und Haie unter der Gleda angesehen. Über Nacht kam dann auch der Ostwind wie vorhergesagt mit voller Wucht zurück und damit auch die Wellen. Und das war schon a bissi a Schock als wir in der Früh die Ausfahrt aus dem Riff unter den neuen Wetterbedingungen gesehen haben. Ein prima Surfspott mit tollen Brechern. Die Wassertiefe in der Ausfahrt ist eh nur 2.5m, aber in den Wellentälern eher nur 1.5m. Außer uns waren noch zwei Katamarane da. Irgendwann ist dann der erste mutig raus (wir waren das nicht). Lustig hat das für die Zurückgeblieben nicht ausgesehen wie er über die Brecher gehüpft ist, aber zumindest ist er nicht aufgesessen. Hab leider keine Foto wie der andre auf dem Brecher tanzt, aber unsere Ausfahrt war mir den ersten Einsatz der GoPro wert. War kein normaler Trip.

Damit ich es nicht vergesse. Ich habe es endlich geschafft! Über 400 Backgammonpartien haben wir seit Griechenland auf dem alten Brett von meinem Papa gespielt und nie, nie, nie bin ich vorne gelegen. Und jetzt -endlich- ist es vollbracht. Ich bin der Backgammongott (für ein Spiel). Ist als Feiertag auf der Gleda markiert.

Mit Maxi und Arnd hatten wir ne tolle Zeit. Wandern, Baden, Segeln, Backgammontournier, gemeinsames Termitenessen, Gospelgottesdienst besucht, Nachtangeln (ohne Fang), in Dominica einklariert (fand Maxi besonders super. Sie ist voll stolz auf ihren Stempel im Pass) das volle Programm halt. Ich hau einfach mal ganz viele Fotos rein. Andrea hat übrigens kein Tattoo auf der Nase, sondern ist beim Einweisen der Motorenbedienung vorn über gekippt und hat sich ein fettes blaues Auge und fast ne gebrochene Nase geholt. Auf der Straße haben mich alle Leute angesehen wie einer der seine Frau ab und zu ordentlich verprügelt. Andrea fand das witzig und hat erst recht weinerlich auf mich geschaut wenn jemand ihr Gesicht betrachtet hat. Lustisch. Und wer denkt, das der Arnd echt nen coolen Hut hat…ja das ist der Erste aus Italien/Lignano der noch als Ersatz mitfährt und wie angegossen passt. Arnd trägt ihn sogar beim Golfen jetzt.

Iles de Gosier
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