(ich muss mein Französisch wieder polieren) oder wie mein Vater immer gesagt hat: Für den der’s mog is des Höchste. Weil, das muss man sagen – des Höchste wars jetza ned. Mir san schon froh, dass wir die Überfahrt hinter uns haben. Es ist jetzt nicht uroarg gewesen, aber leiwand würde ich es auch nicht nennen wollen. Seglerweisheit: „Langfahrtsegeln ist super, bis auf die langen Fahrten“. Es gibt tatsächlich auch Spezl, die das monatelange Segeln zelebrieren. Wilfried Erdmann hat sogar mal die Welt Nonstop GEGEN die vorherrschende Windrichtung umsegelt. Perverso Hilfsausdruck. 23 Tage genau warn wir unterwegs nach französisch Polynesien und das ist eh recht flott. Andere brauchen 5 Wochen. A propos die Anderen: Gleich bei vier Booten die wir kennen war der Wurm drin beim Sprung über die Pfütze (Insidersprech: so nennt man das…den „Pacific Puddle Jump“). Autopilot kaputt (o mei, mir san so dankbar für unseren CPT Lastwagenscheibenwischermotor. Wischt und wischt und wischt…), Wassereinbruch im Schott vom Ankerkasten, Motorprobleme und und… Manche san retour und manche haben den gleichen Notstopp in Galapagos eingelegt.
>Right…was macht man auf so einer Überfahrt. z.B. Frustrationsgrenzen beim Angeln austesten. Nur zwei winzige Fischerl aber 10 verlorene Köder, Haken und Vorfächer. Andrea hat sich die Hände blutig gekämpft, daran lag es nicht. Ich glaub das waren einfach Monster vom Hammerhai aufwärts. Hier mal eine Kostprobe im Video. Langsamer konnten wir die Gleda nicht machen… am Ende ist die Angelschnurr dann doch gerissen. War es ein Megalodon? Wir wissen es zum Glück nicht.
So was noch? Chacun à son goût die Zweite. Andrea hat Dosenweißwürscht vom Käfer getestet. Danke hier noch mal an Anne und Thomas für das nette Mitbringsel und danke an unseren Bordcheftester für den interessanten Beitrag. Fazit: schwer Ernüchternd. Hier die Original Ein Sterne Bewertung des Cheftesters. Ich muss gestehen, dass ich mich ned a Mal probieren getraut hab (Dschungelkönig werd ich nimmer).
„Ein spannendes Feedback über die Weißwürste. Ja, sie waren fällig. Noch 1000 Seemeilen.
Die größte Freude hatte ich, als ihr sie mitgebracht habt. Und die zweitgrößte, dass ich sie irgendwann esse. ( Der Bär nimmt bei Dosenwurst Reißaus) Die Dose an sich ist ja schon ein Hingucker und eine Hommage an die bayerische Küche. Kesselfrisch vom Käfer… zwei Qualitätsgarantien. Bitte im Sud warm machen. Ok.
Dose auf. Der Geruch – himmlisch. Vier appetitliche eher kleine ( mag ich) wunderschöne Weißwürste. Der Geruch beim Aufwärmen ist der Hammer, und ich fange an, zu fürchten, dass ich teilen muss. Waren ja für uns. Teller raus, Senf auf den Tisch, Fredl Fesl als musikalische Begleitung. Der erste Biss- und dann war ich raus aus dem Traum. Die schmecken nach nichts. Wirklich unvorstellbar bei dem Duft. Ich dachte, der Händlmaier reißt es raus. Aber das hat nicht mal der geschafft. Die sind so dünnhäutig, dass sie nicht mal zuzelfähig sind! Und da bin ich wirklich Profi. Fazit :
Danke! Ich liebe euch für die Idee, und dass ihr das nach Panama geschleppt habt.
Ich finde auch , dass man die durchaus kaufen kann . Als Souvenir , oder für jemanden , der sie sich anschaut und seufzt “ ja mei- München“… Aber essen ? Eher nicht . „
Quasi die drittgrößte Freude: Das hier ist nicht das Dschungelcamp und Andrea musste den Baz auch nicht aufessen. Hier die Optik: Don’t charge a book by its cover. Ich hoffe bei Feinkostkäfer liest das der Dosenweißwurschtsonderbeauftragte (Managementdeutsch: der „problem owner“) und schämt sich gaaanz tief in die bayrische Heimatscholle hinein. Vielleicht haben sie ja an Preißn für die Dosenwürscht einstellen müssen wegen irgendwelcher depperter Diversity Richtlinien. Heutzutage alles denkbar und man sieht was bei dem Schmarrn rauskommt.

So…mir machen bei so viel Langeweile natürlich nicht nur kulinarische sondern auch Stylingrezensionen. Wärend ich mit der Anouk telefoniere (danke Starlink) sagt sie: „Papa ich mach mal auf Video. Schau mal ich hab ne neue Frisur. Einen Fringe. Guck mal wie gut der meine Wangenknochen betont“. Hä? Fringe? Das Video kommt. Und… Ich bin vor Freud ganz stumm. Jetzt ist das so, das ich garantiert die schönste Tochter der Welt habe und ganz ehrlich die Frisur ist eigentlich auch OK, aber irgendwie finde ich das nicht „fringe“ sondern „gringe“. Und ich weis auch erst mal gar nicht warum, weil sie sieht ja gut aus, so wie immer. Und dann wird mir klar: „oh mein Gott! Meine Tochter hat die gleiche Friese wie Heidi Reichinneck. Und das mögen mir jetzt alle alten SED Kader, Stasimitarbeiter und sonstige Kommunisten und Sozialisten verzeihen, aber das ist für mich ein Tiefschlag. Hier die Assoziation.


Anouk nimmts mit Humor. Sie kennt mich. Aber ich muss das jetzt ganz fix wieder aus dem Hippocampus rausbekommen. Da hilft es nur neurolinguistisch umzuprogrammieren und einen neuen Anker zu setzen. Mein erster Gedanke: Füher war das kein „Fringe“, sondern einfach ein „Vokuhila“. Welche Helden meiner Kindheit hatten sowas. Klar in den alten Paninialben! Und zack sofort fündig geworden. Und ja ich muss auch sagen jetzt wo ich auf so etwas achte: Der Vokuhila betont gaaanz toll seine Wangenknochen.

Und dann die endgültige Rettung. Mir fällt ein wer den legendärsten Fringe aller Zeiten hatte. Eine echte Institution! Und Peggy bläst die Heidi einfach aus meiner Großhirnrinde. Danke!

Ich schweife mal wieder von der Reise ab, aber viel passiert da einfach nicht. typischer Sonnenuntergang…sie Bild. Bei Nacht kann ich das Kreuz des Südens am Himmel sehen und das ist schon toll, weil ich das sonst nur aus den Seefahrerroman meiner Kindheit kenne. Tags lese ich, Andrea vertreibt sich die Zeit dank Starlink auch mal mit „Brain Rot“ (so heißt das laut Anouk). Sie sieht sich Dinge wie „undercover millionär. meine schwester ist die warlord queen, rented a boyfriend for revenge“ und ähnliches an. Ich mache mir leichte Sorgen, aber besser als beim Dauerblick auf das Meer zu halluzinieren sagt sie.

Zu Galapagos gibts noch ein Foto zum Nachtrag. Wir haben einem Baggerfahrer ein Bier ausgegeben, damit er uns eine Rinne gräbt. Die Gleda saß so tief im Sand, das wir nicht sicher waren ob wir es alleine raus schaffen. Die Kiele haben wir begutachtet und nur an einer Stelle hat ein Stein eine Lage Glasfaser weggefitzelt. Alles paletti. Ach ja – und lustig beim Ausklarieren: Sowohl beim Zoll, als auch bei der Immigration wurden wir gebeten mit den Handies der Beamten ein Foto von Ihnen zu machen wie sie unsere Pässe stempeln, oder die Küche inspizieren. Ganz schrecklich gestellt war das. Die brauchen das, sagen sie um den Vorgesetzten beweisen zu können, das sie gearbeitet haben. LOL. Schlage ich für Deutschland auch vor.

Und dann gabs noch den Burner. Ein echter Schreck. An Deck standen für ein paar Tage 5 Liter Wasserflaschen. Und Alter! mir ham fast die Gleda abgefackelt. Das Sonnenlicht hat sich in den Flaschen so gebündelt, dass die Hölzer drunter fast durchgeschmurgelt waren. Das Sahnehäubchen: Daneben standen die Benzinkanister. Des wär ein super Feuerball geworden, Junge! Bam!.

Und hier noch die ersten Bilder von Hiva Oa. Alle sind furchtbar freundlich. Die Truppe auf dem Bild hat uns mit Obst eingedeckt. Auch rauchbare Kräuter hätten sie. Zwinker. Sehr entspannt. Wandern waren wir noch nicht. Wir haben beide zur Zeit a bissi Aua am Fuß und so fahren wir erst mal weiter nach Fatu Hiva und da gehts dann in die Pampa.




























































































































































