Zum Inhalt springen

Schlagwort: Pod

Langsam dem Sommer entgegen

Langsam, sehr langsam geht es derzeit vorwärts. Andere Dinge waren einfach viel wichtiger. Aber große Steine sind mit viel Mühe aus dem Weg gerollt und das macht jetzt die Bahn frei für die Gleda. Im Keller sind nur einige Kleinigkeiten entstanden, wie z.B. Rohlinge für die Bretter neben dem Pod, welche jetzt extra tiefe Kästen für die Gasflaschen bekommen. Da ich nicht am Schiff bin und keine Ahnung habe wie breit sie jetzt mit dem neuen Pod sein müssen hab ich nur schon mal vorgearbeitet. Auch ob die fetten Gasflaschenkästen zwischen Pod und Rumpf passen ist fraglich. Laut Plan – vielleicht. Man wird sehen.

Über das Dach vom Pod habe ich noch einmal sinniert und gemerkt, es muss weiter nach vorne. Daher brauchts noch einen Kragen für den Mast. Alle anderen Poddächer die man im Internet so findet haben ja auch einen und das hat wohl seine Gründe. Das Dach ist also auch fertig zum Transport. Wie es auf das Dach vom Bus passt wird wie gesagt noch eine Gaudi.

Mastkragen

Sonst hab ich immer mal ein paar Latten vom Deck abgeschliffen, ein bisschen Farbe auf den Pod geklatscht, Stahlteile für die Pinlager des hinteren Beams geflext und so Kleinigkeiten halt. Jetzt müss ma wieder in die Gänge kommen. ICH WILL SEGELN 🙂

2 Kommentare

Ein Dach über dem Kopf

So langsam wird die Liste der Dinge die im Keller gebaut werden können kleiner. Die neuen Lukendeckel sind fast fertig und müssen nur noch am Schiff angepasst werden, also habe ich mir jetzt wieder den Pod vorgenommen. Das Maximale was im Keller gebaut werden kann. Passt gerade mal so rein. Der Pod selber ist schon ziemlich weit, aber das Dach fehlt noch. Laut Design gehört da auch kein Dach hin. Wharram selber macht das nix wenn die Sonne aufs Hirn brennt, aber ich bin da zarter besaitet. So ein Dach kann auch viel: Schatten spenden, Solarpanele tragen (über 600 Wh) und mit der Regenrinne Wasser sammeln. Aussenrum wird der Pod dann mit Stoff verkleidet und wir haben ein richtiges Wohnzimmer bei Regen.

Leicht und stabil sollte es werden. Stabil ist es, sebst ich kann drauf stehen ohne das sich was verbiegt, aber nicht so leicht wie gedacht. Ca 35kg. Das liegt an den Unmengen an Epoxy, die beim Handauflegen in den Schaumstoffkern und das 600er Biax Glas geflossen sind. Wahrscheinlich hätte man mit Vakuuminfusion 10 kg gespart, aber so was hab ich nicht daheim. So haben wir 2 Tage Epoxy angerührt und vergossen. Die Träger werden auch nicht aus Stahl sondern aus GFK Rohren. Die wiegen fast nichts (8kg weniger als Stahl!… ich muss jetzt echt aufpassen das ich nicht zwanghaft werde mit meinen Gewichtsersparnissen) und sind brutal stabil (getestet).

Bald kommt der Sommer und ich hoffe wir haben dann auch Zeit zur Gleda zu fahren. Wir vermissen sie schon 🙂

Einen Kommentar hinterlassen

Pod Layout

Es geht langsam mit dem Pod voran. Ist natürlich wie immer mehr Arbeit als gedacht. Tja. Der Stauraum unter den Bänken muss zum Beispiel wasserdicht sein, da ein Haufen Elektronik hier Ihren Platz findet. Dafür liegen die Bankdeckel auf Rahmen, die eine Regenrinne außen rum haben und in den Pod entwässern. Viel Arbeit. Backbord werden die Lithiumbatterien, das Batteriemanagementsystem, die MPPT Solarregler, und die Hauptverteiler eingebaut. Steuerbord ist Platz für einen Wassermacher und eine Kühlschublade vorgesehen. Für eine größere Kühlbox ist nicht genug Höhe und man muss immer den Deckel anheben um an die Box zu kommen, daher lieber eine Schublade.

Wasserablauf um den Rahmen
Pod Layout

Einen Kommentar hinterlassen

Das Herz von Gleda

Die ersten Wharram Katamarane waren komplette Open Bridgedeck Designs. Wie bei den polynesischen Vorfahren brennt einem da die Sonne ungebremst auf den Kopf. Für die Tiki 38 hat James Wharram dann auf drängen der Hirnverbrannten auch einen Pod entworfen, aber wieder nur mit niedrigem Dach über der Wachkoje, da sich das sonst anscheinend mit seinem ästhetischen Empfinden beißt. Als Folge hat fast jede Tiki 38 einen einzigartigen, an die eigenen Ansprüche angepassten, selbst entworfenen Steuerstand. Meistens nicht schöner als das Original, aber praktischer. Das ist wichtig, denn egal ob beim Segeln oder vor Anker, die meiste Zeit verbringen wir im Pod. Das Design von Neil habe ich eigentlich als sehr smart und auch schick empfunden. Hinten eine Bank zum sitzen. Vorne eine geschützte Hundekoje und ein Dach gegen Sonne und Regen.

Auf den mehrtägigen Nachtfahrten durchs Mittelmeer haben wir gemerkt, dass wir die Koje eigentlich nicht brauchen. Zu zweit geht einer runter in die Kufe zum knäcken und alleine habe ich mich eh lieber auf die Bank gelegt um sofort den Kopf oben zu haben. Das Dach mit geschlossener Verkleidung rundrum macht sowieso den ganzen Pod zur Kabine. Auch sonst hat es sich etwas beengt angefühlt. Wir wollten lange Bänke und einen großen Tisch.

Auf die Idee einen neuen Pod zu bauen wäre ich aber nie gekommen, wenn ich nicht den Sommer 2021 zum Segeln schon abgeschrieben hätte. Man muss ja was zu tun haben. Ich hatte auch erst ein paar Hemmungen den Pod umzubauen. Denn damit verliert Gleda ihr typisches Gesicht und ist nicht mehr ganz die Selbe. Verzeih mir Neil, wir werden wohl auch noch einen bunteren Farbmix auf die Rümpfe klatschen um das ganze abzurunden.

Wieder kommt Coosa statt Sperrholz zum Einsatz. Ich hoffe der Pod ist dann auch leichter. Es gibt immer die Gefahr, dass man beim Bau ohne Pläne zu massiv wird. Der Boden wird nur vorne zwischen den Bänken um 10cm abgesenkt, um möglichst wenig Brückendeckfreiheit zu verschenken. Dann kann auch ich an einer überdachten Stell des Bootes stehen. Links und rechts zwei lange Sitzbänke mit wasserdichtem Stauraum. Hier kommt die gesamte Bordelektrik, eine Kühlschublade und der Wassermacher rein. Hinten ein großer Tisch, der zum Bett abgesenkt werden kann. Vorne auf den Pod kommen zwei selbstholende Winschen für Vorsegel uns Spinnaker. Über den gesamten Pod kommt ein Dach mit Airex Kern, damit es auch leicht bleibt. Auf dem Dach sind Solarpanele und ein Rand zum Wasser sammeln.

Das ganze wird ein Bausatz aus 4 Teilen. Sonst bekomm ich den Pod weder aus der Garage raus noch in einen vernünftigen Transporter rein. Das ganze wird dann unten in Italien zusammengebaut und gehofft, das der Pod auch auf die Beams passt.

Tiki 38 Pod
der neue Pod – Als Bausatz
Ein Kommentar